Dokumentation des Aufrufes der Veranstalter:

"Demonstration – Kundgebung – Protesttafel

Sa, 21.01.2012 – 11:30 Uhr, Berlin

Die Agrarindustrie verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Zurück bleiben ausgeräumte Landstriche und Monokulturen.

Das haben wir satt!


© Wir haben es Satt

EU und Bundesregierung fördern diese Agrarindustrie jedes Jahr mit Milliarden Euro an Subventionen. Doch die Chance, diese Politik zu ändern, war noch nie so groß. Jetzt werden die entscheidenden Weichen für die Agrarpolitik bis 2020 gestellt. Bisher blockiert die Bundesregierung eine echte Reform.

Wir fordern von Bundeskanzlerin Merkel:

  • Subventionen an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien binden
  • Faire Regeln durchsetzen statt Agrarmärkte liberalisieren
  • Heimisches Futter statt Gentechnik-Soja fördern
  • Spekulationen mit Lebensmitteln beenden
  • Exportsubventionen stoppen
  • Der Fleischindustrie den Geldhahn abdrehen

Wir schätzen die tägliche Arbeit der Menschen auf den Bauernhöfen. Sie müssen im Zentrum einer Reform stehen!

Daher gehen am 21. Januar 2012 VerbraucherInnen, TierschützerInnen, UmweltschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam auf die Straße.

Ja zur bäuerlich-nachhaltigen Landwirtschaft.

Ja zum Menschenrecht auf Nahrung.

Respekt vor den Tieren in der Landwirtschaft."

Soweit der Aufruf. Bleibt zu ergänzen, dass die Umstellung der Agrarindustrie auf eine bäuerliche Landwirtschaft und insbesondere die Reduzierung der Tierhaltung, auch aus Klimaschutzgründen notwendig ist. Tierhaltung trägt - weltweit - mit 30% erheblich zum Treibhauseffekt bei. Ursache hierfür sind vor allem Waldrodungen, um Flächen für Weiden und Futtermittel zu schaffen, Emissionen der starken Treibhausgase Lachgas, aus der Düngung mit Stickstoffdüngern, sowie Methan, aus den Mägen und Verdauungsträkten der Nutztiere. Europa und Deutschland sollten beispielhaft - im Sinne der Forderungen des Aufrufs - sein, damit andere Länder nachziehen.

Die Teilnahme an der Demo ist also auch aus der Sicht eines Klimaschützers wichtig!