Wirtschaftsminister Rösler möchte weiterhin Kohlekraftwerke bauen und macht Schlagzeilen damit, dass er die Kosten der Solarenergie kritisiert. Kohlekraftwerke sind aber die größten CO2-Schleudern unter allen Kraftwerkstypen. Sie leisten einen erheblichen Beitrag zur Veränderung des Weltklimas. Wird Braunkohle als Brennstoff verwendet, dann müssen in Deutschland Dörfer und Wälder weichen, um an den Brennstoff zu kommen. Wird Steinkohle verwendet gefährden die ausgehöhlten Stollen die Stabilität des Untergrunds und es kommt zu Erdbeben. Außerdem sterben jährlich - weltweit - tausende Kumpel beim Abbau der Kohle.


Klimacamp 2008 in Hamburg; Foto: Udo Schuldt

In China geht noch immer jede Woche ein neues Kohlekraftwerk ans Netz. Sicherlich auch deshalb, weil die Industriestaaten schlechte Vorbilder sind und ebenfalls weiter auf Kohlekraft setzen. Doch während China nun den Bau von Kohlekraftwerken begrenzen möchte, setzen deutsche Minister weiterhin auf Braun- und Steinkohle als Energieträger. 

Als Reaktion auf diese Verhältnisse gehen auch im Jahr 2012 die Kampagnen gegen Kohlekraftwerke weiter.

Träger der diesjährigen Proteste sind die Klima-Allianz und die verschiedenen Bündnisse, wie jene welche die Klimacamps veranstalten. Das Portal www.kohle-protest.de stellt alle wichtigen Informationen zusammen. So soll es in der Lausitz wieder ein Klima- und Energiecamp in Jänschwalde geben, Ziel ist es, den Braunkohlewiderstand um die Protestform des Klimacamps zu bereichern und diese Protest auf Dauer zu etablieren. Die Klimacamps wurden auf einen Schlag bekannt, als die Teilnehmer des Hamburger Klimacamps (2008) versuchten den Bauplatz des Kohlekraftwerks Moorburg zu besetzen.


Versuchte Bauplatzbesetzung des Kohlekraftwerks Hamburg-Moorburg (2008); Foto: Udo Schuldt

Man kann wohl sagen, dass solche Aktionen des zivilen Widerstands mittlerweile für die Klimacamps charakteristisch sind.

Mehr Infos zu den für 2012 geplanten Klimacamps auf folgenden Webseiten:
www.lausitzcamp.info und www.lausitzer-braunkohle.de.

Auch im rheinischen Braunkohlerevier gehen die Planungen für 2012 auch in die nächste Runde, siehe www.klimacamp2011.de.

Siehe auch unseren Artikel: Atom und Kohle - die Höllenfeuer gemeinsam bekämpfen