Gestern Nachmittag blockieren ca. 150 Personen die Zufahrt zum Braunkohlekraftwerk Jänschwalde. Nach einer Demonstration vor dem Kraftwerk, an der Menschen aus der Region und Besucherinnen und Besucher des in Cottbus stattfindenden Klima- und Energiecamps teilnahmen, setzten sich Demonstrierende auf Hauptzufahrtsstraße und Gleise. Unter dem Motto „Blockupy Vattenfall“ behinderten sie so den Schichtwechsel der Kraftwerksbeschäftigten.

Ziel der Protestierenden war es auf die weiterhin bestehenden Pläne des Vattenfall-Konzerns, zum Ausbau der Braunkohleverstromung aufmerksam zu machen und Alternativen für eine soziale, demokratische, dezentrale und erneuerbare Energieversorgung zu entwickeln.

„Wir sind hier um den Betrieb der Braunkohleinfrastruktur zu stören und Vattenfall die Arbeit schwer zu machen. Braunkohlenutzung hat katastrophale Folgen für das Klima und die Menschen in der Region und im globalen Süden. Um dagegen zu demonstrieren, sitze ich auch gerne länger auf der Straße“, so Petra Altmeier, Teilnehmerin des Klimacamps und der Blockade.

Michelle Wenderlich vom Bündnis „Vattenfall in die Tonne“: „Dass ein Konzern wie Vattenfall Arbeitsplätze, Fördermittel oder Ausgleichszahlungen nutzen kann um eine ganze Region in Abhängigkeit zu halten, hängt unmittelbar mit der zentralistischen und undemokratischen Struktur unseres Energiesystems zusammen. Das ist nicht hinnehmbar. Energie darf nicht länger von Konzernen monopolisiert werden, denn alle haben ein Anrecht auf Energie und sollen darüber mitbestimmen dürfen. Um dahin zu kommen, ist es legitim, zu Mitteln des friedlichen zivilen Ungehorsams zu greifen“.

Fotos: Lausitzcamp