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2012 und 2013 erlebten die Menschen in Australien zwei besonders heiße Sommer. Sogar für dortige Verhältnisse waren sie extrem. Dass dies kein Zufall ist machten die Autoren des soeben erschienen Klima-Status-Reports "State of the Climate 2014" deutlich. Solche Wetterlagen werden aufgrund der menschengemachten Erderwärmung häufiger, so die Autoren.

Waldbrand in Australien
Waldbrand in Lithgow/Australien im Oktober 2013 (Foto: Lithgowlights; Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

Die Wissenschaftler verglichen die Temperaturen von über hundert Jahren und stellten fest, dass die mittlere Temperatur in dem Erdteil seit 1910 um 0,9 Grad Celsius angestiegen ist. Der größere Teil dieser Erwärmung fand nach 1950 statt, wobei 7 der 10 wärmsten Jahre nach 1998 zu verzeichnen waren.

Dr. Rob Vertessy, Chef-Sekretär des australischen meteorlogischen Büros (Bureau of Meteorology) sieht auch eine gleichzeitige Abnahme sehr kalter Monate: "Sieben der zehn wärmsten Jahre in den Zeitreihen traten seit 1998 auf. Wenn wir die 15-Jahres-Periode von 1951 bis 1981 damit vergleichen stellen wir fest, dass die Frequenz der sehr warmen Monate auf das fünffache angestiegen ist und die Frequenz der sehr kalten Monate um rund ein Drittel abnahm." Verbunden damit nahm auch die Dauer und die Intensität der Hitzewellen, die weite Teile Australiens heimsuchten, zu. Buschfeuer sind im ausstralischen Sommer normal, aber auch das Risiko, dass sie ausbrechen hat seit 1970 zugenommen. Die Buschfeuersaison dauert nun auch über einen längeren Zeitraum des Jahres an.

Die Autoren der Studie haben außerdem einen kürzeren Frühling und verringerten Regenfall im Winter ermittelt, was besonders für den Südwesten und den Südosten Australiens gilt. Starkregenfälle werden hingegen zunehmen. Australien hat zwar eines der vielfältigsten Klimate der Welt, dennoch sind die Hinweise auf Veränderungen unübersehbar. Dazu gehört die beschriebene Temperaturzunahme, die Veränderung der Regenfälle und die Zunahme der Buschbrände, aber auch der Anstieg des Meeresspiegels, da die Oberflächen-Temperatur des Ozeans ebenfalls um 0,9 Grad Celsius seit 1900 zunahm.

Währendessen steigen die Treibhausgas-Emissionen immer noch und die australische Bevölkerung wählte einen Premierminister der den menschengemachten Klimawandel bestreitet. Insgesamt keine guten Zukunftsaussichten für den Kontinent und das Klima der Erde, dass ja auch damit verbunden ist.

Der Report wurde von CSIRO und dem Bureau of Meteorology herausgegeben.

Der ganze Report