Die Protagonisten der Firma EnerKite nennen sie Flugwindkraftanlagen und dass sie kein Hirngespinnst sind haben sie bewiesen. In einem Dauertest von 4 Tagen und 3 Nächten war ein Drachen in der Luft und erzeugte Spitzenleistungen von 25 kW. Seit der Idee bis zum Prototypen sind inzwischen 4 Jahre vergangen. Ingenieure der TU-Berlin, Entwickler aus Luftfahrt- und Windfirmen sowie erfahrene Unternehmer gründeten damals EnerKite. Nun sucht die Firma Investoren welche die Idee - auch mit kleinen Beiträgen - unterstützen.

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(Foto: © EnerKite)
 

Da Wind in größeren Höhen - 200 bis 300 m Höhe - stärker weht, konventionelle Windenergieanlagen aber nicht bis hierhin reichen, könnten Flugdrachen die Energie der Höhenwinde umsetzen, wenn sie dazu technisch in der Lage wären. Da diese Technik im Vergleich auch finanziell günstiger ist wie die aufwändige Errichtung der Rotoren auf Türmen bietet sich hier viel wirtschaftliches Potenzial für eine umweltfreundliche Form der Energiegewinnung.

Durch das Anzapfen der Höhenwinde wird Windenergie aber auch in Gegenden attraktiv in denen sonst nicht genug Luftströmung in Bodennähe weht um konventionelle Windenergieanlagen zu errichten. Somit vergrößern sich auch die Möglichkeiten Windenergie zu gewinnen, da man damit auch Orte mit umweltfreundlichem Strom versorgen könnte, die sonst weder über ausreichend Sonne, Wind oder Biomasse verfügen. Biomasse muss ohnehin kritisch gesehen werden, angesichts des Konfliktes "Energie oder Teller" und aufgrund der enormen Waldverluste um Platz für Engiepflanzen-Agrarflächen zu schaffen.


Das Potenzial zur Windenergienutzung steigt erheblich, wenn man Höhenwinde nutzt (Grafik: © EnerKite)

Da böten sich dann doch die Flugwindkraftanlagen als Ausweg und Ergänzung an. Schließlich geht es auch darum möglichst schnell und weltweit aus Atom- und Kohleenergie auszusteigen. Ja, sie böten sich an, wenn sie funktionieren würden.

Einen Dauertest von 4 Tagen und 3 Nächten hat die Anlage aber nun bewältigt. Nach Ansicht von EnerKite sind damit gute Voraussetzungen für den marktwirtschaftlichen Einsatz gegeben. Dieser wird nun schrittweise, beginnend im Jahr 2015, erfolgen. Kleinere Anlagen von 100 bis 200 kW sollen zunächst auf den Markt und die Praxistauglichkeit demonstrieren. Später sollen dann auch größere Anlagen der Megawattklasse folgen.

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Das EnerKite-Team (Foto: © EnerKite)

Leider geht ohne Geld garnichts. Darum sammeln die Vorreiter dieser neuen Technik auf der Plattform Fundernation das Geld der Massen aus der "Crowd". Ab 100 € Beteiligung kann man unterstützen. Natürlich habe ich mein Scherflein auch dazu beigetragen, denn es wäre wirklich schade wenn diese Idee nicht verwirklicht würde weil es am Geld fehlt.

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