... und welche Vorteile haben Privatkunden der Stromversorger, bzw. stark stromverbrauchende Unternehmen von diesem preissenkenden Effekt? Um dies herauszufinden hat sich die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion des Deutschen Bundestages - Eva Bulling-Schröter - mit einer Anfrage an die Bundesregierung gewandt, um die Auswirkungen des Merit-Order-Effekts - aufgrund der Vorrangeinspeisung von erneuerbaren Energien - zu klären.


Merit-Order des deutschen konventionellen Kraftwerkparks im Jahr 2008; Quelle Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. ; Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Strompreissenkend wirken die erneuerbaren Energien immer dann, wenn sie ein teures Kraftwerk überflüssig machen, denn der Strompreis wird an der Strombörse immer aufgrund des teuersten Anbieters gebildet.

Wenn beispielsweise Windenergieanlagen aufgrund eines hohen Windangebotes sehr viel Strom produzieren machen sie häufig den Einsatz eines oder mehrerer teurer Gas- oder Ölkraftwerke überflüssig, d.h. der Strompreis an der Strombörse sinkt.

An Haushaltskunden wird diese Strompreissenkung nicht weitergegeben, energieintensive Unternehmen, z.B. zur Metallherstellung, profitieren aber möglicherweise von dem MOE (Merit-Order-Effekt).

Während also Aluminium-Hütten vom MOE und dem EEG (Eneuerbare Energien Gesetz) profitieren können, werden Haushaltskunden ausschließlich mit den Kosten des EEG belastet.

Um diesen Zusammenhang aufzuklären hat Eva Bulling-Schröter, die außerdem auch Vorsitzende des Umweltausschusses ist, eine Anfrage mit detaillierten Teilfragen dazu gestellt.

Man darf auf das Ergebnis der Antwort gespannt sein. Wir werden Sie dazu auf dem Laufenden halten.


Wikipedia zum Merit-Order-Effekt


Antwort der Bundesregierung auf die Frage: Wie stark strompreismindernd wirkt der Merit-Order-Effekt?


Artikelhistorie:
10.11.2012: Link zum Artikel "Antwort der Bundesregierung ..." ergänzt