Ausführlicher Analysebericht des Wuppertal Instituts zur 26. Klimakonferenz erschienen

Vom 31. Oktober bis zum 13. November 2021 fand in Glasgow die 26. Konferenz des internationalen Klimaregimes (Conference of the Parties, COP26) statt. Wenige Wochen nach der Konferenz veröffentlichten die Forschenden des Wuppertal Instituts eine Kurzanalyse. Nun folgt ihre detaillierte Auswertung der zentralen Konferenz-Ergebnisse unter dem Titel "Turning Point Glasgow? An assessment of the climate conference COP26".

COP26Nicht nur Blabla, der Klimagipfel lieferte - entsprechend der ausführlichen Analyse des Wuppertal Instituts - sowohl positive als auch zu schwache Ergebnisse (Foto: Public Domain)

Im Mittelpunkt der Verhandlungen von Glasgow stand die Steigerung der Ambitionen im Klimaschutz.

Denn die bisher vorgelegten nationalen Beiträge der Staaten – die sogenannten Nationally Determined Contributions (NDCs) – reichen nicht aus, um die langfristigen Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Ein weiterer Schwerpunkt der Verhandlungen war die Fertigstellung des Regelwerks zum Pariser Abkommen. Die Regeln zu den meisten Aspekten des Abkommens konnten bereits im Jahr 2018 verabschiedet werden. Offen geblieben war bisher allerdings insbesondere die Funktionsweise der Kooperationsmechanismen unter Artikel 6 des Abkommens. Diese ermöglichen es, Staaten bei der Umsetzung ihrer Klimaschutz-Ziele zusammenzuarbeiten und Emissionsminderungen international zu übertragen.

Die Forschenden des Wuppertal Instituts sind sich einig: Die Klimakonferenz in Glasgow lieferte gemischte Ergebnisse.

So konnten einerseits die detaillierten Regeln für die Umsetzung des Pariser Abkommens fertiggestellt werden, wodurch sie nun weiter in den Mittelpunkt rücken. Die Ergebnisse der Konferenz präzisieren zudem das erforderliche Maß an Ambitionen und die Länder wurden aufgefordert, ihre nationalen Beiträge im kommenden Jahr weiter zu erhöhen. Andererseits sind die Klimaschutz-Zusagen und -maßnahmen der Vertragsstaaten auch nach Glasgow weiterhin viel zu schwach. Und auch in anderen Bereichen, wie die Klimafinanzierung und der Umgang mit klimawandelbedingten Verlusten und Schäden (engl. loss and damage), blieben die Ergebnisse der COP26 hinter den Erwartungen zurück.

 

Der ausführliche Analysebericht "Turning Point Glasgow? An assessment of the climate conference COP26" steht in englischer Sprache kostenfrei zum Download bereit.

 

Wuppertal Institut