WWF-Projektleiter beantworten Fragen zu Klimaschutzaktivitäten

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima hat in Deutschland zu einem Bruch mit der traditionellen Energiepolitik geführt. Die Folgen sind bekannt: Ausstieg aus der Atomenergie und volle Konzentration auf den Ausbau erneuerbarer und kohlenstoffarmer Energiequellen. Die Bundesrepublik nimmt in seiner 2011 beschlossenen Energiewende eine Vorreiterrolle ein, die von Umwelt- und Klimaschützern unterstützt wird.


Gletscherabbruch (© WWF Bild darf nicht weiter verwendet werden. Foto von Peter Prokosch)

Durchsetzung der Energiewende in Deutschland

Ein wichtiger Protagonist unter den Klimaschützern ist die gemeinnützigen Organisation WWF, die unter dem Projekt „Megaprojekt Stromwende“ gezielt klimafreundliche Konzepte vorantreibt. Dazu gehören der Entwurf konkreter Forderungspapiere für die Politik und die Beseitigung von Mythen und vermeintlicher Argumente, die von Gegnern und Lobbyisten propagiert werden.

Im Bereich der Energiepolitik setzt sich der WWF zudem für die intelligente Bauweise von Häusern ein, die den Heizwärmebedarf auf ein Minimum reduzieren soll. In diesem Zusammenhang hat die Umweltstiftung die Studie „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050“ in Auftrag gegeben, die zeigt, dass technisch mögliche und wirtschaftlich bezahlbare Wege – auch in den Bereichen Mobilität, Landwirtschaft und Industrie – zu einer kohlenstoffarmen Zukunft führen. Die Aktivitäten sind unter dem Projekt „Schlauer bauen für das Klima“ gebündelt.


Im Dialog mit den Usern Transparenz und Reichweite schaffen

Zur Durchführung dieser wichtigen Projekte ist die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit wichtig, die zunehmend im Internet gewonnen wird. Eine umfassende Vernetzung und Verbreitung der WWF-Projekte ist deshalb essentiell. Neben sozialen Kanälen wie Facebook, Twitter oder YouTube hat der WWF im Juni 2012 eine Dialogplattform ins Leben gerufen, um die Transparenz der Stiftungsaktivitäten zu erhöhen und Usern die Möglichkeit zu bieten, auf ihre Fragen kompetente Antworten zu erhalten.

Die Projekte „Schlauer bauen für das Klima“ und „Megaprojekt Stromwende“ werden dort ebenfalls durch die WWF-Projektleiter betreut. Im Dialog mit den Usern werden Ideen ausgetauscht und Anregungen gegeben sowie über aktuelle Aktivitäten informiert. Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsleitung beim WWF: „Wir zeigen die Menschen hinter unseren Projekten und was sie konkret tun. Jeder kann uns Fragen stellen und Kommentare abgeben. Damit stellen wir uns ein auf das veränderte Kommunikationsverhalten im Netz.“

Ziel der Plattform ist es, Interessierte und Unterstützer gleichermaßen zu bündeln und mit der Vernetzung mit sozialen Netzwerken die Reichweite der Projekte zu erhöhen. Mit nur einem Klick kann etwa bei Facebook auf eine bestimmte Aktivität aufmerksam gemacht werden.