Nach Angaben des Bayrischen Rundfunks war vorgestern im Atomkraftwerk Gundremmingen Kühlwasser ausgetreten. Der Block wurde vom Netz genommen. Eine Gefahr für Menschen und Umwelt bestünde laut dem Betreiber nicht.


(Foto: RBMK-1500; Originaltitel: Kernkraftwerk Gundremmingen 1a; Lizenz: CC-BY-SA-2.0-DE)

Dazu äußert sich Eva Bulling-Schröter, Vorsitzende des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages (DIE LINKE.):

"Der jüngste Störfall zeigt, dass das AKW Gundremmingen umgehend vom Netz muss. Die von Eon angestrebte Leistungserhöhung der Meiler ist schlichtweg Irrsinn". Im AKW Gundremmingen seien die gefährlichen Siedewasserreaktoren im Einsatz – die letzten ihrer Art in der Bundesrepublik, sehr ähnlich den Schrottreaktoren in Fukushima. Es zeige sich wieder einmal, wie berechtigt die Forderung der LINKEN nach Abschaltung aller AKW im Jahre 2014 ist.

"Dass E-On für Gundremmingen jetzt sogar noch eine Erhöhung der Leistung um 100 MW pro Block beantragt hat und die bayerische Staatsregierung dies offensichtlich unterstützt, schlägt dem Fass den Boden aus." So Bulling-Schröter.

Noch ist der Antrag von der Staatsregierung nicht genehmigt, wie die Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Ursula Heinen-Esser auf eine parlamentarisch Anfrage, von Bulling-Schröter, gerade bestätigte. Das Umweltministerium ist am Genehmigungsverfahren beteiligt. Es muss darum gehen Schaden von der Bevölkerung abzuwenden, daher ist kein Weiterbetrieb deses Schrottreaktors vertretbar. Eine Zustimmung zu einer Leistungserhöhung solcher Fukushima-Reaktor-Typen darf es nicht geben. Von daher ist die Forderung der LINKEn unterstützenswert. 

Grundremmingen abschalten und alle anderen Atomkraftwerke auch.

Siehe auch:

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