USA - ein Synonym für Energieverschwendung, enorme CO2-Emissionen und Klimaskeptiker die den Kongress lähmen. Aber es gibt auch die Gegenseite. Nach dem Scheitern der Klimaschutzgesetzgebung im Kongress und den Angriffen der republikanischen Parlamentsfraktion auf die US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) geht die US-Klimaschutzbewegung wieder auf die Straße.

Am 18. April waren in Washington 10 000 Klimaschützer zum Gebäude der US-Handelskammer gezogen und hatten dort gegen deren Lobbyismus zugunsten der verschmutzenden Industrie demonstriert.


"PowerShift" Demo in Washington DC; Foto: Elvert Barnes; Lizenz: CC BY-SY 2.0

Zwei Tage später besetzten sechs Aktivisten das Crawford Kohlekraftwerk in der Nähe Chicagos. Sie entrollten Transparente mit der Aufschrift "Schließt Chicagos giftige Kohlekraftwerke".

 

 


Das besetzte Kraftwerk mit dem Banner der Aktivisten; Foto: Rainforest; Lizenz: CC BY-SY 2.0

Das KoKW ist von einem Wohngebiet mit Läden, Restaurants und Schulen umgeben. Die Aktivisten forderten die Schließung dieses Kraftwerks und eines weiteren in dem Ort Pilsen, auch nahe Chicago. Beide Kraftwerke gehören der Midwest Generation Gesellschaft - einem Tochterunternehmen von Edison International.

Diese Aktion war Bestandteil einer bereits länger andauernden Kampagne zur Schließung der Dreckschleudern die Chicago versorgen, statt dessen sollen, wenn es nach den Demonstranten geht, Regenerative Energien den Strom produzieren. Die Sechs wurden nach zwei Stunden von der Chicagoer Polizei inhaftiert. Englische Seiten veröffentlichen auch ihre Namen, zum Schutz vor Polizeiwillkür, es sind Jeff Lucas, Peter Hoy, Ellen Magin, Mike Durschmid, Gloria Fallon und Carlyn Crispell.