Die Dinosaurier sind aufgrund einer Klimaveränderung zugrunde gegangen, nämlich als es kälter wurde auf der Erde. Das war der Grund für den Aufstieg der Säugetiere, die ein Fell hatten und Kälte besser ertragen konnten. Nun sind die Säugetiere dran. Es scheint so, dass ihr Niedergang beschlossene Sache bei den politisch Verantwortlichen ist, inklusive des Niedergangs des Säugetiers mit Namen Mensch.

12.12.09 - Großdemo in Kopenhagen, mit 100 000 Teilnehmern;
Foto: Udo Schuldt; Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0

Dabei wäre die Erderwärmung für die Menschheit gar kein so ein großes Problem, wenn es nur 500 Millionen von uns geben würde. Die würden einfach in andere Gegenden auswandern und gut ist. Aber es gibt Mitte des 21. Jahrhunderts wahrscheinlich 10 Milliarden Menschen auf der Welt und während wir dann in Deutschland im Sommer Sahara-Klima haben, werden eben viele Küstengebiete der Meeresspiegelerhöhung weichen müssen. Shanghai z.B. mit vielen Millionen Menschen, ebenso wie Teile New Yorks und Hamburgs müssen die Deiche massiv erhöhen. Besonders betroffen werden arme Länder wie Bangladesh sein, weil das Ganges-Brahmaputra-Delta so tief liegt und weil das Geld für den Deichbau fehlt.

Grönland war seit der letzten Eiszeit niemals eisfrei, auch wenn die Leugner manchmal was anderes behaupten. Die Eismassen im Zentrum der Insel, d.h. ungefähr 80% Grönlands, ist seit zehntausenden von Jahren mit Eis bedeckt. Das war auch so, als Erik der Rote dem Land den Namen gab. Es gab einige grüne Zonen, so wie heute, der Rest ist KILOMETER-dickes Eis. Aber nun schmilzt das Eis in atemberaubender Geschwindigkeit und das Schmelzwasser lässt den Meeresspiegel ansteigen. Wenn alles geschmolzen ist wird sich der Meeresspiegel um 6 m erhöhen. Das dauert allerdings noch ein paar hundert Jahre, ist aber irgendwann nicht mehr aufzuhalten.

Aber der Meeresspiegelanstieg ist keineswegs das Schlimmste. Viel schlimmer ist der Verlust von Anbauflächen für Getreide. Afrika wird mehr als die Hälfte seiner landwirtschaftlichen Flächen verlieren, bewässerte Flächen werden knapper. Das Problem ist dann die Ernährung der Menschen. Es wird also zu gigantischen Auswanderungsbewegungen kommen und es ist unwahrscheinlich, dass die Länder des Nordens, also Skandinavien, Sibirien, Nordchina, Kanada, Alaska diese Menschenmassen aufnehmen und ernähren können. Und diese Effekte werden schon in diesem Jahrhundert auftreten.

Das allerschlimmste ist aber, dass niemand genau weiß was passiert, wenn die Permafrostböden tauen und das darin enthaltene CO2 und Methan in die Atmosphäre entweichen. Könnte es dazu führen, dass dann auch die Methanhydrate an den Festlandssockeln schmelzen? Wenn das nämlich passieren würde, dann wird das Leben auf der Erde fast vollständig ausgelöscht und ein Überleben nur noch im ganz hohen Norden und auf Bergipfeln möglich sein. Zur Erinnerung Methan ist ein 25mal so starkes Treibhausgas wie CO2. (Zu Methanhydraten siehe bitten den Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat)

Wir vollziehen also ein gigantisches Experiment. Ein Problem sind auch die relativ kurzen Zeiträume in denen sich die Veränderungen vollziehen. Die Eiszeiten und Warmzeiten hatten jeweils Tausende von Jahren Übergangszeiten, in denen sich die Vegetation an die veränderten Verhältnisse anpassen konnte. Heute vollziehen sich die Veränderung in Jahrzehnten und der Mensch steht immer noch auf dem Gaspedal. Glaubst du z.B. dass das CO2 weniger geworden ist? Wenn Nein hast du recht. Es steigt und steigt und steigt, trotz Kyoto, sogar der Ausstoß nimmt noch zu, statt ab.

Ein gigantisches Experiment, bei dem am Ende unsere Art und fast alle Arten bei draufgehen könnten, wie damals die Dinosaurier. Besser wir führen den Versuch mit der Natur nicht weiter bis wir Gewissheit haben.